Die Wahl der DAW

Die Wahl der DAW ist keine einfache Aufgabe. Ein große Auswahl an DAWs steht einem gegenüber und mit den meisten dieser kann man ohne große Hürden eine moderne Musikproduktion erfolgreich abschließen. Die Mehrzahl dieser digitalen Audio Worksstations hat auch genügend Plugins und virtuelle Instrumente mit Sample-Libraries „on board“, so dass man alleine mit der Installation der DAW an sich sofort los legen kann. Und man kann es einfach sagen, die bereits enthaltenen Plugins lassen kaum Wünsche offen um zu starten. Wie kann man die Wahl der DAW nun angehen?

 

Die Wahl der DAW anhand der graphischen Oberfläche (GUI):

Ist man sich selbst unsicher wo man anfangen kann, so kann man sich einfach die graphische Oberfläche anschauen und sich mit dem Aufbau der DAW etwas vertraut machen. Sagt einem diese zu, so lädt man sich kurzer Hand das Demo herunter und testet die DAW selbst. Die meisten Hersteller bieten ausreichende DEMO-Versionen an (Apples Logic leider mal ausgenommen).

 

Welches Betriebssystem wird genutzt?

Für die Wahl der DAW sollte man sich auf alle Fälle das geforderte Betriebssystem und die Anforderungen and den Computer anschauen. Nicht jede DAW läuft auf Apples macOS oder Microsofts Windows. Hier hilft ein kurzer Blick auf die Herstellerseite und dann auf die Anforderungen an das unterstützte Betriebsystem und die für den genutzte Computer.

Probleme bei DAW können viele Ursachen haben. Nicht unterstützte Treiber vom Interface, zu alte Komponente im Computer oder sogar Einstellungen von WLAN und Bluetooth. Um einen wirklich sicheren Einsatz zu gewährleisten, hilft es, wenn man ein frischen System aufgesetzt hat und die DAW dort intensiven Tests unterziehen kann.

 

Welche Anforderungen hat der geplante Arbeitsbereich?

Recording? Mixing? Composing mit MIDI und diversen virtuellen Instrumenten? Oder vielleicht von jedem etwas?

Die meisten DAWs beherrschen „alles“ relativ gut, haben aber durch aus auch ihre Stärken und Schwächen. Logic wird oft für die MIDI-Möglichkeiten gelobt, Studio One in aktueller 3er Version für unkomplizierte Workflow und wenn es um das Editieren und vor allem um das Mischen geht fällt der Name Pro Tools ziemlich schnell. Manche Hersteller von DAWs kooperieren mit Plugin-Herstellern oder binden einige Protokolle für eine bessere Hardware-Integration ein. So hat Presonus mit Studio One u.a. die ARA-Schnittstelle integriert um Plugins wie Celemony Meldoyne (ein Pitch/Tune-Plugin) komfortabel einzubinden. Avid hat mit dem EuCon-Protokoll und den dazugehörigen eine der besten Schnittstellen unter der Haube. Viele Hersteller folgen diesen Beispielen oder entwicklen selber derartige Protokolle und Schnittstellen. Man sollte sich also bei den Kandidaten der engeren Auswahl auch in diesem Bereich informieren.

 

Die Wahl der DAW

Hier eine Auflistung einiger der gängigsten DAWs die für die die Wahl der DAW hilfreich sein kann:

 

Avid Pro Tools 2018 (Native oder Ultimate Version)

Wahl der DAW Pro Tools
Pro Tools kann man sowohl kaufen als auch mieten. Wenn man die Kauf-Option wählt, dann erhält man für ein Jahr kostenfrei Updates. Möchte man nach einem Jahr am Ball bleiben und weiterhin mit frischen Updates versorgt werden, so kann man für eine Gebühr (abhängig von der eigenen Version – Pro Tools Native oder Ultimate), diese wieder um ein Jahr verlängern. Also im Grunde eine Art Abo. Lässt man jedoch das Updaten ausfallen, so kann man die letzte Version so lange nutzen wie man es möchte. Für die monatlichen Miete werden andere Preis aufgerufen, die man auf der Avid Webseite genau einsehen kann.

Als eine sehr abgespeckte aber dafür kostenfreie Version hat Avid die Version Pro Tools First eingeführt. Hier sind Informationen rund um Pro Tools zu finden: Avid Pro Tools

 

Apple Logic Pro X (Nur im Apple App Store)

Wahl der DAW Logic
Leider gibt es hierfür keine Testversion, daher sollte man sich genau überlegen ob man den aufgerufenen Preis investiert oder sich vielleicht mal in der Bekanntschaft oder in einem Studio aus der Stadt anfragt, ob dort Logic Pro X genutzt wird um es selber mal live zu testen. Allerdings ist der Preis für DAW-Inhalte und die Möglichkeiten mehr als fair: Logic Pro X – Apple (DE)

 

Steinberg Cubase 9

Wahl der DAW Cuebase
Cubase 8 gibt es derzeit in drei Varianten – Pro, Artist, Elements – und bieten je nach Produktart mehr bzw. weniger an Leistung. Hier findet man einen Übersicht bzw. Vergleich der Version vom Hersteller: Steinberg – Cuebase

 

PreSonus Studio One 3

Wahl der DAW Studio One
Studio One in Version 3 ist in zwei Varianten erhältlich – Artist & Professional.

Zusätzlich gibt es die kostenfreie Version „Prime“. Hier geht es zur Übersicht vom Hersteller: Presonus – Studio One

 

Cockos Reaper

Wahl der DAW Reaper
Reaper ist mittlerer Weile bei Version 5 angekommen und gibt es in zwei unterschiedlichen Lizenzformen „discounted“ & „commercial“, abhängig davon wie und wofür man Reaper nutzen möchte. Mehr Informationen auf der Herstellerseite: Reaper

 

Motu Digital Performer


Der Interfacehersteller MOTU biete seine DAW aktuell in Version Nr. 9 an. Wer ein MOTU Interface nutzt, sollte hier auf alle Fälle mal vorbei schauen Motu – Digital Performer

 

Einige weitere seinen noch erwähnt:

Tracktion (http://www.tracktion.com)

Propellerhead Reason (http://www.propellerheads.se/reason)

Ableton Live (https://www.ableton.com/en/live/)

Harrison Mixbus (http://harrisonconsoles.com/site/mixbus.html)

 

Meine Weg zur richtigen DAW

Ich selbst habe mit Cubase VST32 im Jahr 2004 angefangen Demo-Aufnahmen zu machen. Über ein kurzes Gastspiel bei Cubase SX1 sowie Logic 6 landete ich 2007 bei Pro Tools 7.3

Ich würde sagen, dass damals der DAW-Markt noch nicht so sehr umkämpft war wie heute, doch alle DAWs rücken immer näher zusammen und bieten dem User ähnliche Möglichkeiten. Ich bin mit Pro Tools den Weg gegangen und freue mich sehr über die neuen Möglichkeiten seit Version 12 bzw. jetzt 2018  (auch wenn diese für andere DAW-User irgendwie als selbstverständlich galten). Für mich war es schwer einen Umstieg zu finden, da ich mich so sehr an Pro Tools gewöhnt hatte, mich daher auch gut auskenne und weiß was mein System kann und was nicht. Alleine die Shortcuts, Funktionen und die Oberfläche zu kennen bzw. bei einer neuen DAW zu erlernen hat mich von einem Wechsel immer abgehalten,  auch wenn ich einige Demo-Versionen andere DAWs aus reiner Neugier ausprobiert habe.

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Jul, 03, 2018

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